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Vorsatz und Akzeptanz dessen was ist

Einleitung und Grundsätze

In der stoischen Philosophie spielt die Akzeptanz eine zentrale Rolle, vor allem die Akzeptanz derer Dinge, die wir nicht kontrollieren können. Mit dem neuen Jahr versuchen viele von uns, durch gute Vorsätze unser Leben in eine bessere Richtung zu lenken. Stoische Akzeptanz bietet dabei eine hilfreiche Perspektive.

Laut den Stoikern liegt das Wohl des Menschen in seiner Fähigkeit, sich mit dem Universum im Einklang zu sehen. Dazu gehört auch die Akzeptanz von Veränderung und Unvermeidlichkeit. Vorsätze sind oft Ausdruck unserer Wünsche nach Veränderung, sei es eine Verbesserung der Gesundheit, finanzielle Stabilität oder persönliches Wachstum. Sie können jedoch auch eine Quelle von Stress sein, insbesondere wenn unsere Ziele nicht erreichbar sind oder wenn wir auf Hindernisse stoßen, die außerhalb unserer Kontrolle liegen.

Durch stoische Akzeptanz können wir lernen, diese Hindernisse anzuerkennen und anzunehmen, anstatt sie zu bekämpfen. Der stoische Philosoph Epiktet sagte: „Verlange nicht, dass das, was passiert, so geschieht, wie du es wünschst, sondern wünsche, dass es so geschieht, wie es geschieht, und du wirst glücklich sein.“ Das bedeutet nicht, dass wir aufhören sollen, unsere Ziele zu verfolgen. Es bedeutet, dass wir unseren Fokus auf das lenken, was wir kontrollieren können – unsere Taten, Einstellungen und Reaktionen.

In diesem Sinne können ihre Vorsätze weniger darauf ausgerichtet sein, bestimmte Ergebnisse zu erzielen, und mehr darauf, die Art und Weise zu verbessern, wie wir mit den Herausforderungen umgehen, die das Leben uns stellt. Das Streben nach stoischer Akzeptanz erfordert Übung und Geduld, ist jedoch ein Weg zu einer tieferen Zufriedenheit und einem größeren inneren Frieden.

Leitfaden zur Umsetzung

Stoischee Philosopie: Ilustration der Aktzeptanz dessen was sst

Einführung in die stoische Philosophie und Akzeptanz.

Die stoische Philosophie, die ihren Ursprung in den lebhaften Debatten der antiken griechischen Agora hat, bietet uns bis heute eine praktische Anleitung zur Bewältigung der Herausforderungen des Lebens. Ein zentrales Prinzip des Stoizismus, die stoische Akzeptanz, kann uns dabei helfen, innere Zufriedenheit und Frieden zu erzielen

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Die stoischen Philosophen, darunter der bekannte Epiktet, lehrten, dass das Wohl des Menschen in seiner Fähigkeit liegt, sich mit dem Universum im Einklang zu sehen. Das bedeutet, dass wir lernen müssen, Veränderungen und Unvermeidlichkeiten zu akzeptieren, anstatt uns gegen sie zu wehren. Diese Akzeptanz erstreckt sich auch auf unsere persönlichen Ziele und Vorsätze

Epiktet, ein ehemaliger Sklave, der zu einem angesehenen Philosophielehrer wurde, drückte es so aus: „Verlange nicht, dass das, was passiert, so geschieht, wie du es wünschst, sondern wünsche, dass es so geschieht, wie es geschieht, und du wirst glücklich sein.“ 

Diese Aussage ist eine Einladung, das Leben so zu akzeptieren, wie es ist, anstatt sich auf das zu konzentrieren, was außerhalb unserer Kontrolle liegt. Es geht darum, eine Perspektive der Akzeptanz und des Loslassens zu entwickeln, um ein tiefes Gefühl von innerer Zufriedenheit und Frieden zu erreichen.

Dieser Ansatz hat tiefgreifende Auswirkungen auf unser Verständnis und unsere Praxis von Vorsätzen. Anstatt uns ausschließlich auf das Erreichen spezifischer Ergebnisse zu konzentrieren, fordert uns die stoische Akzeptanz auf, unsere Aufmerksamkeit darauf zu richten, wie wir auf die Herausforderungen des Lebens reagieren. Es ist ein Appell, das Augenmerk auf den Prozess der persönlichen Entwicklung zu lenken, anstatt uns von festen Ergebnissen definieren zu lassen.

Ein praktisches Werkzeug, das uns dabei hilft, diesen Weg der Akzeptanz zu gehen, ist das Journaling. Durch das Aufschreiben unserer Erfahrungen, Gefühle und Gedanken können wir ein tieferes Verständnis für unsere Reaktionen auf Lebensherausforderungen entwickeln. Journaling ermöglicht es uns auch, uns unserer persönlichen Ziele bewusst zu werden und zu überprüfen, ob sie in Einklang mit den Prinzipien der stoischen Akzeptanz stehen.

Indem wir den Fokus auf das lenken, was wir kontrollieren können – unsere Taten, Einstellungen und Reaktionen – und den Rest akzeptieren, können wir einen dauerhaften inneren Frieden finden. Durch stoische Akzeptanz können wir lernen, mit Gelassenheit und Mut zu leben, auch inmitten der Unvorhersehbarkeiten und Unvermeidlichkeiten des Lebens. Dies ist die Kernbotschaft der stoischen Philosophie, eine Botschaft, die auch heute noch relevant ist und uns dabei helfen kann, unsere Vorsätze in einem neuen Licht zu sehen.

Stoische Akzeptanz und Neujahrsresolationen - Januar

Diskussion über aktuelle Herausforderungen und wie sie die persönlichen Ziele beeinflussen

Jeder Mensch hat seine eigenen Lebensherausforderungen. Diese können sowohl persönlicher als auch beruflicher Natur sein und unterschiedliche Aspekte unseres Lebens beeinflussen. Einige dieser Herausforderungen können wir selbst kontrollieren und beeinflussen, andere liegen außerhalb unserer Kontrolle. Wie wir auf diese Herausforderungen reagieren, kann jedoch einen erheblichen Einfluss auf unsere persönlichen Ziele haben. Akzeptanz, kann uns dabei helfen, innere Zufriedenheit und Frieden zu erzielen

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Ein zentrales Konzept der stoischen Philosophie, das uns helfen kann, diese Herausforderungen zu meistern, ist die Idee der Akzeptanz. Laut Stoikern sollten wir unsere Energie auf die Dinge konzentrieren, die wir kontrollieren können, wie unsere Taten, Einstellungen und Reaktionen, und akzeptieren, dass einige Dinge außerhalb unserer Kontrolle liegen. In Bezug auf unsere Lebensherausforderungen bedeutet dies, dass wir uns darauf konzentrieren sollten, wie wir auf diese Herausforderungen reagieren, anstatt uns auf die Herausforderungen selbst zu konzentrieren.

Betrachten Sie zum Beispiel jemanden, dessen Ziel es ist, seine Gesundheit und körperliche Fitness zu verbessern. Eine Herausforderung könnte darin bestehen, dass er aufgrund seiner Arbeit und anderen Verpflichtungen nur begrenzte Zeit zur Verfügung hat. Diese Herausforderung liegt außerhalb seiner Kontrolle. Anstatt sich jedoch auf diese Einschränkung zu konzentrieren, könnte er seine Reaktion darauf ändern und Strategien entwickeln, um seine Zeit effizienter zu nutzen. Durch das Journaling kann er seine Fortschritte, Herausforderungen und Strategien festhalten und so einen besseren Überblick über seine Situation gewinnen.

Ein anderes Beispiel könnte jemand sein, dessen Ziel es ist, eine Beförderung zu erlangen. Eine Herausforderung könnte darin bestehen, dass die Wirtschaftslage unsicher ist und das Unternehmen Entlassungen vornimmt. Auch diese Herausforderung liegt außerhalb seiner Kontrolle. Anstatt sich jedoch auf die wirtschaftliche Situation zu konzentrieren, könnte er seine Aufmerksamkeit darauf richten, seine Fähigkeiten zu verbessern und einen Mehrwert für das Unternehmen zu schaffen.

In beiden Fällen ist der Schlüssel zur Bewältigung der Herausforderungen die Akzeptanz dessen, was nicht geändert werden kann, und die Konzentration auf das, was geändert werden kann. Diese Form der stoischen Akzeptanz kann dazu beitragen, dass unsere Lebensherausforderungen weniger belastend und überwältigend erscheinen und uns helfen, unsere persönlichen Ziele effektiver zu erreichen. Durch die Konzentration auf unsere Reaktionen und nicht auf die Herausforderungen selbst können wir eine innere Zufriedenheit und einen inneren Frieden finden, der unabhängig von den äußeren Umständen ist. Dies ist die Kraft der stoischen Akzeptanz und eine Praxis, die uns dabei helfen kann, unsere Lebensherausforderungen auf eine neue und produktivere Weise zu sehen.

 
Grichisscher Philosoph Epiktet

Übungen, um Kontrolle über das Kontrollierbare zu erlangen

In der stoischen Philosophie ist das Verständnis des Unterschieds zwischen dem, was kontrollierbar ist, und dem, was nicht kontrollierbar ist, zentral. Um dieses Konzept zu vertiefen und seine Anwendung im Alltag zu erleichtern, können verschiedene Übungen hilfreich sein.

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  1. Mind Mapping: Beginnen Sie mit einer spezifischen Herausforderung in der Mitte eines Blattes. Um diese Herausforderung herum, zeichnen Sie eine Reihe von Zweigen, die verschiedene Aspekte dieser Herausforderung darstellen. Betrachten Sie jeden dieser Aspekte einzeln und fragen Sie sich: Ist dies etwas, das ich kontrollieren kann? Wenn ja, markieren Sie diesen Zweig mit einer Farbe. Wenn nein, verwenden Sie eine andere Farbe. Wenn Sie fertig sind, haben Sie eine visuelle Darstellung der Teile Ihrer Herausforderung, die Sie beeinflussen können, und derjenigen, die außerhalb Ihrer Kontrolle liegen. Dies kann Ihnen helfen, Ihren Fokus auf die Bereiche zu richten, die Sie tatsächlich ändern können.

  2. Journaling: Das Führen eines Tagebuchs kann ein wirksames Werkzeug sein, um zu reflektieren und zu identifizieren, was in bestimmten Situationen kontrollierbar ist und was nicht. Schreiben Sie die Ereignisse des Tages auf und kennzeichnen Sie dann jeden Eintrag entsprechend. Ist die Situation oder Ihre Reaktion darauf innerhalb Ihrer Kontrolle? Sie könnten entdecken, dass viele der Stressoren in Ihrem Leben tatsächlich außerhalb Ihrer Kontrolle liegen, und dies könnte Sie dazu ermutigen, mehr Energie auf das zu konzentrieren, was Sie tatsächlich beeinflussen können.

  3. Meditation: Meditation kann auch ein hilfreiches Werkzeug sein, um den Unterschied zwischen kontrollierbaren und nicht kontrollierbaren Aspekten zu erkennen. Beginnen Sie, indem Sie sich in einen ruhigen, entspannten Zustand versetzen. Stellen Sie sich dann eine Herausforderung oder ein Problem vor, das Sie derzeit haben. Visualisieren Sie die verschiedenen Aspekte dieses Problems und stellen Sie sich die Frage: Kann ich das kontrollieren? Verbringen Sie einige Zeit damit, das Problem aus dieser Perspektive zu betrachten, und versuchen Sie, jeden Aspekt des Problems zu akzeptieren, den Sie nicht kontrollieren können.

Die regelmäßige Durchführung dieser Übungen kann dazu beitragen, Ihre Fähigkeit zu verbessern, das zu identifizieren, was Sie kontrollieren können, und das zu akzeptieren, was Sie nicht kontrollieren können. Dies ist eine wichtige Fähigkeit in der stoischen Philosophie und ein Schlüssel zu einem zufriedenen und erfüllten Leben. Denken Sie daran, dass es in Ordnung ist, wenn Sie nicht immer genau wissen, was kontrollierbar ist und was nicht. Das ist ein Lernprozess und die Praxis wird Ihre Fähigkeiten verbessern. Bleiben Sie geduldig und konzentrieren Sie sich auf Ihren Weg, nicht auf das Ziel.

Entwicklung von Strategien zur Verbesserung der Reaktionen auf unkontrollierbare Ereignisse.

In der stoischen Philosophie wird das Glück nicht als Produkt äußerer Umstände, sondern als Ergebnis unserer inneren Einstellung und Reaktionen betrachtet. Daher spielt die Art und Weise, wie wir auf unkontrollierbare Ereignisse reagieren, eine zentrale Rolle in unserer Lebenszufriedenheit. Im Folgenden sind einige Strategien aufgeführt, die Ihnen helfen können, Ihre Reaktionen auf unkontrollierbare Ereignisse zu verbessern.

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  1. Akzeptanzübung: Bei dieser Übung geht es darum, unkontrollierbare Ereignisse anzuerkennen und sie als Teil des Lebens zu akzeptieren. Anstatt sich gegen diese Ereignisse zu wehren oder sie zu vermeiden, versuchen Sie, sie als unvermeidliche Aspekte des Lebens zu akzeptieren. Sie könnten beispielsweise sagen: „Ich akzeptiere, dass ich diese Situation nicht kontrollieren kann und dass sie Teil meiner Erfahrung ist“. Es geht nicht darum, passiv zu sein oder Ungerechtigkeiten zu tolerieren, sondern eher darum, eine gesunde Einstellung gegenüber den Unvermeidlichkeiten des Lebens zu entwickeln.
  2. Refraiming-Technik: Diese Technik zielt darauf ab, die Art und Weise, wie wir unkontrollierbare Ereignisse wahrnehmen, neu zu rahmen. Anstatt ein unkontrollierbares Ereignis als negative oder bedrohliche Situation zu betrachten, versuchen Sie, es als Gelegenheit zum Wachstum oder zur persönlichen Entwicklung zu sehen. Wenn Sie zum Beispiel eine Beförderung verpasst haben, könnten Sie dies als Gelegenheit betrachten, Ihre Fähigkeiten zu verbessern oder neue Strategien zu entwickeln, um in Zukunft erfolgreicher zu sein.
  3. Atemübungen: Stress und Ängstigkeit können unsere Reaktionen auf unkontrollierbare Ereignisse stark beeinflussen. Atemübungen können helfen, Stress abzubauen und einen klareren und ruhigeren Geisteszustand zu erreichen. Wenn Sie sich mit einem unkontrollierbaren Ereignis konfrontiert sehen, nehmen Sie sich einen Moment Zeit, um tief durchzuatmen und Ihre Gedanken zu sammeln, bevor Sie reagieren.
  4. Praxis der Dankbarkeit: Manchmal kann die Konzentration auf die negativen Aspekte eines unkontrollierbaren Ereignisses unsere Sichtweise verengen und uns daran hindern, das gesamte Bild zu sehen. Die Praxis der Dankbarkeit kann helfen, unsere Aufmerksamkeit auf die positiven Aspekte unseres Lebens zu lenken. Versuchen Sie, jeden Tag drei Dinge aufzuschreiben, für die Sie dankbar sind. Dies kann dazu beitragen, eine positive Einstellung zu fördern und die negativen Auswirkungen unkontrollierbarer Ereignisse zu mildern.
Die Verbesserung unserer Reaktionen auf unkontrollierbare Ereignisse ist ein Prozess und erfordert Zeit und Übung. Seien Sie geduldig mit sich selbst und denken Sie daran, dass jede kleine Verbesserung ein Schritt in die richtige Richtung ist. Mit der Zeit und mit der Praxis können Sie lernen, auf unkontrollierbare Ereignisse mit mehr Gelassenheit und Weisheit zu reagieren, was zu einer größeren inneren Ruhe und Zufriedenheit führen kann.
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Checklisten

Tägliches Journaling

Checkliste für das tägliche Journaling über erlebte Herausforderungen und persönliche Reaktionen darauf

  1. Etablieren Sie eine Routine: Entscheiden Sie sich für eine spezifische Zeit jeden Tag, die Sie Ihrem Journaling widmen. Es kann hilfreich sein, dies am Ende des Tages zu tun, wenn Sie Ihre Erlebnisse und Reaktionen frisch im Gedächtnis haben.
  2. Beschreiben Sie die Herausforderung: Beginnen Sie jeden Eintrag, indem Sie die Herausforderung oder das Ereignis, das Sie erlebt haben, detailliert beschreiben. Was ist passiert? Wer war beteiligt? Welche Gefühle hat diese Situation bei Ihnen ausgelöst?
  3. Analysieren Sie Ihre Reaktion: Schreiben Sie auf, wie Sie auf die Herausforderung reagiert haben. Haben Sie eine aktive Lösung gesucht oder haben Sie sich eher zurückgezogen? War Ihre Reaktion von Ärger, Frustration, Angst oder vielleicht von Akzeptanz und Gelassenheit geprägt?
  4. Betrachten Sie, was in Ihrer Kontrolle lag: Identifizieren Sie Aspekte der Situation, die Sie kontrollieren konnten. Konnten Sie Ihre Reaktion auf die Situation beeinflussen? Gab es Handlungen, die Sie hätten unternehmen können, um die Situation zu verbessern?
  5. Erkennen Sie, was außerhalb Ihrer Kontrolle lag: Welche Aspekte der Herausforderung lagen außerhalb Ihrer Kontrolle? Schreiben Sie diese auf und reflektieren Sie darüber, wie es sich anfühlte, mit diesen unkontrollierbaren Aspekten konfrontiert zu sein.
  6. Reflektieren Sie über Ihre Emotionen: Schreiben Sie über die Gefühle, die Sie während und nach der Herausforderung erlebt haben. Haben Sie sich gestresst, überfordert oder möglicherweise gelassen und in Frieden mit der Situation gefühlt?
  7. Entwickeln Sie Strategien für die Zukunft: Überlegen Sie, was Sie beim nächsten Mal anders machen könnten. Gibt es bessere Wege, um auf ähnliche Herausforderungen zu reagieren? Können Sie etwas aus dieser Erfahrung lernen, das Ihnen in der Zukunft helfen könnte?
  8. Seien Sie dankbar: Beenden Sie jeden Eintrag mit einer Note der Dankbarkeit. Gibt es etwas in dieser Situation, für das Sie dankbar sein können? Es kann auch eine allgemeine Dankbarkeitsnote sein, die nicht mit der Herausforderung zusammenhängt

Das tägliche Journaling kann Ihnen helfen, sich Ihrer Reaktionen auf Herausforderungen bewusster zu werden und Strategien zu entwickeln, um zukünftige Herausforderungen besser zu bewältigen. Erinnern Sie sich daran, ehrlich zu sich selbst zu sein und Ihre Gefühle und Reaktionen ohne Urteil zu akzeptieren. Mit der Zeit wird dieses Bewusstsein Ihre Fähigkeit zur Akzeptanz und Gelassenheit im Angesicht von Herausforderungen verbessern.

Neubewertung von Vorsätzen

  1. Auflisten der Vorsätze ab einem Stichtag: Beginnen Sie, indem Sie alle Ihre Vorsätze auflisten. Seien Sie so detailliert wie möglich, um ein klares Bild Ihrer Ziele zu erhalten.
  2. Bewertung der Kontrolle: Betrachten Sie jeden Ihrer Vorsätze einzeln und fragen Sie sich: Liegt dieser Vorsatz vollständig in meiner Kontrolle? Zum Beispiel liegt es in Ihrer Kontrolle, mehr Sport zu treiben, aber es liegt nicht in Ihrer Kontrolle, ob Sie einen Marathon gewinnen. Teilen Sie Ihre Vorsätze in zwei Kategorien ein: Kontrollierbar und nicht kontrollierbar.
  3. Anpassung der Vorsätze: Überarbeiten Sie die Vorsätze, die nicht vollständig in Ihrer Kontrolle liegen. Versuchen Sie, diese Ziele so anzupassen, dass sie hauptsächlich von Ihren Handlungen und nicht von äußeren Umständen abhängen. Anstatt „Ich möchte einen Marathon gewinnen“, könnte der Vorsatz lauten: „Ich möchte regelmäßig trainieren und mich auf einen Marathon vorbereiten“.
  4. Einführung der Akzeptanz: Bei Vorsätzen, die teilweise unkontrollierbare Elemente beinhalten, ist es wichtig, die Praxis der Akzeptanz einzuführen. Akzeptieren Sie, dass es Aspekte gibt, die Sie nicht kontrollieren können, und verpflichten Sie sich, Ihr Bestes zu tun, ohne an bestimmte Ergebnisse gebunden zu sein.
  5. Entwicklung von Coping-Strategien: Denken Sie über mögliche Hindernisse oder Herausforderungen nach, die sich bei der Verfolgung Ihrer Vorsätze ergeben könnten. Entwickeln Sie Strategien, um mit diesen Herausforderungen umzugehen, indem Sie sich auf das konzentrieren, was Sie kontrollieren können.
  6. Regelmäßige Reflexion: Planen Sie regelmäßige Check-ins (zum Beispiel monatlich), um Ihre Fortschritte zu bewerten und Ihre Vorsätze anzupassen, wenn nötig. Betrachten Sie diese als Möglichkeiten, Ihre Flexibilität und Anpassungsfähigkeit zu üben, anstatt als Urteile über Ihren Erfolg oder Misserfolg.

Durch das Praktizieren der stoischen Akzeptanz können Sie Ihre Vorsätze in eine reichere, weniger stressige und letztendlich erfüllendere Erfahrung verwandeln. Denken Sie daran, dass der Prozess des Strebens und Wachstums oft wertvoller ist als das Erreichen eines bestimmten Ziels. In diesem Sinne, viel Glück mit Ihren überarbeiteten Vorsätzen!

Die täglichen Aktivitäten

  1. Morgenmeditation: Beginnen Sie den Tag mit einer ruhigen Reflexion, um Ihre Gedanken und Gefühle zu zentrieren. Diese Zeit kann genutzt werden, um stoische Texte zu lesen oder zu meditieren, was Ihnen hilft, Ihre Ziele und Werte klar zu sehen. Überlegen Sie, wie Sie im kommenden Tag Akzeptanz praktizieren können, insbesondere in Bezug auf die Dinge, die Sie nicht kontrollieren können.
  2. Tägliches Journaling: Nehmen Sie sich Zeit, um über Ihre Erlebnisse und Reaktionen während des Tages zu schreiben. Identifizieren Sie Situationen, in denen Sie erfolgreich Akzeptanz geübt haben, und solche, in denen Sie es hätten besser machen können. Nutzen Sie diese Gelegenheit, um Ihre Fortschritte zu verfolgen und zu reflektieren, wie Sie Ihre Praxis der stoischen Akzeptanz verbessern können.
  3. Abendreflexion: Beenden Sie den Tag mit einer ruhigen Reflexion. Überlegen Sie, wie Sie die Prinzipien der stoischen Akzeptanz im Laufe des Tages angewendet haben. Haben Sie auf unkontrollierbare Ereignisse mit Gelassenheit reagiert? Wo könnten Sie Verbesserungen vornehmen? Nutzen Sie diese Zeit auch, um Dankbarkeit für die positiven Aspekte Ihres Tages zu üben.

Die Umsetzung dieser Aktivitäten in Ihren täglichen Ablauf kann Ihr Verständnis und Ihre Praxis der stoischen Akzeptanz erheblich verbessern. Seien Sie dabei geduldig mit sich selbst und erinnern Sie sich daran, dass das Wachstum ein Prozess ist und dass jeder Schritt, unabhängig von seiner Größe, ein Fortschritt in die richtige Richtung ist.