Quirin Schröder erklärt, warum ein gepflegter Grant oft ehrlicher ist als jedes Mantra – und wie man mit Humor, Schärfe und Wiener Gelassenheit zu klareren Entscheidungen kommt.
Was hat es mit der „Eitrigen“ auf sich?
Die „Eitrige“ ist eine Wiener Erfindung von seltener Ehrlichkeit: eine Käsekrainer, die beim Reinbeißen nach allen Seiten schießt. Der Name kommt nicht von ungefähr – wer sie einmal gesehen hat, weiß sofort, warum man das nicht weiter erklären muss.
In diesem Buch steht die „Eitrige“ für genau das, was im Leben oft fehlt: etwas, das nicht vorgibt, gesund zu sein, sondern einfach ist, wie es ist. Deftig, ungehobelt und ohne Motivationsglitzer. Eine Wurst als Warnung vor zu viel Selbstoptimierung – das muss man auch einmal schaffen.
Dieses Buch ist eine Kampfansage an den Kult der Selbstoptimierung. Während Coaches Sequenzen aus dem Erfolgsevangelium herunterbeten, seziert Quirin Schröder mit trockenem Wiener Witz die Floskeln, die uns täglich eingeredet werden. Statt Motivation liefert er Klarheit. Statt Ratschlägen liefert er Einsichten. Und statt falscher Versprechen eine ungeschminkte Sicht auf die Mechanismen, die uns dauernd antreiben sollen – obwohl wir längst müde sind
Quirin Schröder arbeitet nicht im herkömmlichen Sinn – er verwaltet den gesunden Menschenverstand. In einer Welt, die von Coaches, Managern und Lebensverbesserern zugedröhnt wird, sitzt er im Zwischenreich aus Amtsstube, Kaffeehaus und Zentralfriedhof und notiert, was die Menschheit gerade wieder für Unsinn treibt. Seine Waffen: ein spitzer Bleistift, ein trockener Schmäh und eine Abneigung gegen aufgesetzte gute Laune. Navigationssystem ist
Franz X. Ehrl ist Autor, Fachjournalist und Chronist der menschlichen Marotten. Seit Jahren untersucht er die Mechanismen, die unser Denken, Handeln und Scheitern prägen. Mit ‚GRANT – die Weisheit der Eitrigen‘ gibt er der literarischen Figur Quirin Schröder eine Stimme, die im Lärm der Selbstoptimierung wohltuend klar bleibt.